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Beschreibung

Den Komfort und die Sicherheit der Fahrzeuge zu steigern sind Hauptziele deutscher Automobilhersteller und Zulieferer. Gleichzeitig stellt dies ein wesentliches Differenzierungsmerkmal im internationalen Wettbewerb dar. Eine große Bedeutung kommt künftig Fahrerassistenzsystemen und aktiven Sicherheitssystemen zu, die helfen, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen und dadurch Unfälle zu vermeiden oder zumindest die Unfallschwere zu verringern.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssen solche Systeme dazu in der Lage sein, das Umfeld des Fahrzeugs zu erfassen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Sensoren auf Basis von Radartechnologie. Sie ermöglichen eine elektronische Hülle (KOKON) mit einer bis zu 30 Meter breiten Rundumsicht um das Fahrzeug. So können Hindernisse in der gesamten Umgebung des Autos erkannt werden. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Sicherheitsanwendungen. Sie reichen von Warnfunktionen bei drohenden Auffahrunfällen über Hilfestellung beim Spurwechsel bis hin zu Einpark- oder Stop-and-Go-Assistenten.

Erste Fahrerassistenzsysteme zur automatischen Abstandsregelung und Hinderniswarnung auf Radarbasis sind bereits auf dem Markt und werden in Premiumfahrzeugen angeboten. Um eine Einführung in allen Fahrzeugklassen mit einer ähnlichen Entwicklung wie bei Airbag, ABS und ESP zu ermöglichen, müssen die Komponenten für solche Systeme kostengünstig zur Verfügung stehen.

Dies soll unter anderem durch die Verwendung einer neuen Halbleitertechnologie auf SiGe-Basis erfolgen. In dem für das Kfz-Nahbereichsradar zukünftig (ab Mitte 2013) in Europa festgelegten Frequenzbereich von 77-81 GHz erschließt die SiGe-Technologie jedoch einen neuen, bisher im Massenmarkt noch nicht genutzten Hochfrequenzbereich und bedarf daher einer grundlegenden Erforschung und Entwicklung. Die hierfür notwendigen Technologieentwicklungen werden durch das vom BMBF geförderte Verbundvorhaben KOKON wesentlich vorangetrieben.